Der Blog am Scheideweg

Warum blogge ich? Für wen schreibe ich? Was schreibe ich? Wie oft schreibe ich? Fragen, die mich seit einigen Wochen beschäftigen und ich versuche für mich zu beantworten. Euch als Leser mit zu nehmen ist dabei nur fair.

Diese Internetseite zu betreiben ist für mich nicht kostenlos. Werbefreiheit und selbstgewählte Internetadresse haben ihren Preis. Als vor ein paar Wochen das Angebot zu Verlängerung kam, zögerte ich. Warum? Weil mich genau diese Fragen beschäftigen.

Betrachte ich die vier Fragen genauer so wird mir schnell klar, dass die Antworten alle miteinander verbunden sind. Beim Blick auf die bisherigen 60 veröffentlichten Artikel wird mir bewusst, dass seit Beginn meine Motivation zu bloggen häufiger gewechselt haben.

Das Talent zu fotografieren ging in meiner Familie vollständig an meine Schwester. So war für mich zu Beginn klar: mit Instagram wird es schwierig mich auszudrücken. Schon im Teenie-Alter schrieb ich super gerne Berichte für meinen Verein, die in der lokalen Presse und auf der Website des Vereins landeten. So kam ich auf die Idee zu bloggen.

Was hatte ich denn zu erzählen und warum?

Ehrlich gesagt: Anfangs wollte ich schauen, ob mein Weg nach Roth so viele interessiert, dass ich über eine entsprechende Reichweite für Sponsoren attraktiv werden kann. Dann war es mir wichtig möglichst viele auf meine Charity Tour „mit zu nehmen“ und zum Spenden zu animieren. Als dann der Weg nach Roth wieder begann, wollte ich Wissen und Erfahrungen teilen. Nach Zielerreichung und ganz viel Wandel in meinem Leben änderte sich meine Position zu diesem Blog erneut.

Ich stellte fest, dass es Menschen gibt, die das toll finden was und wie ich es mache, die sich dabei wieder erkennen, die ich inspiriere und motiviere und sich freuen mit mir in Kontakt zu treten. Für mich ist jedes Mal eine ganz besonders große Freude, wenn mich jemand anspricht. Es fühlt sich toll an auf die Schulter geklopft zu bekommen, wenn man 400 km an einem Tag geradelt ist und dabei über 5000€ für den guten Zweck gesammelt hat oder einen Ironman finisht oder bei einer Weltmeisterschaft teilnimmt. Das ist schön. Aber ehrlich gesagt lacht mein Herz viel mehr wenn ich spüre, dass andere wegen mir mit dem Sport angefangen haben oder sich sogar für einen Marathon motivieren können. Als ich vor kurzem wieder Pace-Läufer beim München Marathon sein durfte, konnte ich mehr als eine Hand voll Läufer zu ihrem Wunschergebnis antreiben. Wenn im Ziel jemand freudestrahlend sich bei dir bedankt, dann weißt du was der Spruch „Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“ bedeutet. Für mich ist somit klar, warum ich den Blog schreibe: um Glück zu verdoppeln.

Für wen ich den Blog schreibe, ist auch geklärt: Für euch! Ja lieber Leser, liebe Leserin für dich schreibe ich. Ihr gebt mir das Gefühl, dass ich damit etwas bewirken kann und es interessant ist. Unabhängig, wer als Leser noch dazu kommt, jeder ist Teil von diesem Blog. Die Nachfrage bestimmt den Inhalt.

Wenn ich mir die Aufrufzahlen meiner Blogs anschaue, dann bekomme ich ein klares Bild, was für euch interessant ist und was nicht. Am Meisten schätze ich allerdings das direkte, ungeschönte und aufrichtige Feedback. So ist mir auch klar, wie ich euch etwas mitteilen möchte: mit Emotionen. Was ich schreibe, wird also emotional sein – so wie ich es bin: authentisch, klar und direkt.

Die letzte Frage nach der Häufigkeit ist für mich tatsächlich am schwierigsten zu beantworten. Schreibe ich nur, wenn ich was zu sagen habe? Muss ich eine Regelmäßigkeit einhalten, um euch nicht zu verlieren? Was ist wenn ich auf Anhieb zwei verschiedene Artikel schreiben kann? Ich möchte mindestens eine Woche Zeit zwischen zwei Veröffentlichungen lassen, sodass ihr in Ruhe lesen könnt, wann ihr es möchtet und euch dieser Inhalt etwas entschleunigt im Gegensatz zu unzähligen Insta-, Facebook- oder Whatsapp-Stories, die man schnell durch klickt oder die Post durch scrollt. Dieser Blog soll euch einen Mehrwert geben. Aber für mich ist es auch wichtig, dass ich meine Gedanken aufs „Papier“ bringe wenn sie da sind. In der Vergangenheit hatte ich mich gescheut einen Blog zu schreiben, wenn der Letzte noch so frisch war. Als dann die Zeit da war, war entweder mein Kopf leer oder mein Terminkalender so voll, dass der Blog nicht in der Qualität gekommen wäre, wie es mein eigener Anspruch ist. Deswegen möchte in Zukunft schreiben, wenn mir danach ist aber im Zweifel mit der Veröffentlichung etwas warten.

Ankündigungen, was kommt wird es nicht mehr geben. Ich möchte mir die Freiheit geben das zu schreiben, was mich gerade umtreibt.

Zum Schluss möchte ich die Gelegenheit nutzen euch zu fragen, was euch interessiert. Kommentiert diesen Blog oder schreibt mir persönlich. Euere Meinung ist auf jedem Weg willkommen.

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